Giebelstadt (co). In Giebelstadt drohen dieses Jahr zu Weihnachten keine Verlegenheitsgeschenke. Denn es gibt GIEld – postkartengroße Wertgutscheine über fünf Euro.

„Wir akzeptieren GIEld“, prangt ab dem 1. Dezember auf so mancher Ladentür der Marktgemeinde. Gemeint sind die eigens gedruckten, fortlaufend nummerierten Wertgutscheine in Höhe von fünf Euro. Der Gewerbeverein Projekt Giebelstadt hat sich diese Gutschein-Aktion ausgedacht, mit der der Euro in der Gemeinde gehalten werden soll.

Das Weihnachtsgeschäft kommt gerade recht, um den schwunghaften Handel mit GIEld anzufachen. Die Wortschöpfung aus „Giebelstadt“ und „Geld“ ist offiziell allerdings ein ganzes Jahr gültig. Die Vermutung, man schaffe sich mit dem „Gield“ eine eigene Währung für Giebelstadt, weist Projekt-Giebelstadt-Vorstand Udo Vonderlinden von sich. „Wir reden hier über eine pfiffige Variante von Geschenkgutscheinen.“

Die Vorsilbe „Geschenk-“ sei entscheidend, so Vonderlinden. Firmen und Privatleute sparen sich heuer die Suche nach passenden Geschenken, und die Beschenkten haben freie Auswahl vom Bäcker bis zum Elektro-Geschäft. Auch als Instrument der Kundenbindung taugt GIEld, und dass der eine oder andere Euro mehr hängen bleibt, erhofft man sich natürlich auch. In jedem Fall machen Giebelstadter Firmen das Weihnachtsgeschäft unter sich aus, wenn die Rechnung aufgeht und GIEld gut angenommen wird. Wo das Geld herkommt und wo es ausgegeben wird, kann im Nachhinein anhand der Rückläufe abgelesen werden.

Zu kaufen gibt es GIEld an drei Stellen: bei Schreibwaren Krenkel, im Quelle Shop oder in der Werbeagentur Medioton. Eingelöst werden können die Bons in den meisten der 37 Mitgliedsbetriebe von Projekt Giebelstadt e. V. Eine Liste hängt in den Projekt-Giebelstadt-Firmen aus und ist im Internet unter www.projekt-giebelstadt.de zu finden.

Bild und Text: Antje Roscoe.