Im Staffellauf schneller ans Ziel
Statusbericht zu Projekt Giebelstadt e. V. in "Giebelstadt kompakt"
Die Vorstandschaft des Gewerbevereins "Projekt Giebelstadt": hinten von links Udo Vonderlinden,
Egon Bekurts, Armin Hammer, Albert Lindner und Bernhard Krenkel.
Vorne von links: Georg Sieber, Thomas Zehnder, Sonja Klenk und Fred Scheckenbach.
Auf dem Bild fehlen: Bruno Kemmer und Helmut Deppisch.
Foto: medioton
Giebelstadt (co).
Im Januar waren rund 20 Selbständige aus allen sieben Ortsteilen angetreten, um den
ortsansässigen Unternehmerinnen und Unternehmern eine Lobby und damit politisches Gehör
zu geben. Eine Gewerbeschau namens GIE 2004 war in den ersten Monaten der erste Kraftakt
des jungen Vereins. Zudem wurde mit dem Regionalgeld „GIEld“ ein eigenes Gutscheinsystem
geschaffen. Die vereinseigene Webseite unter www.projekt-giebelstadt.de informiert über
aktuelle Ereignisse und bietet Tipps für Existenzgründer. Eine eigens programmierte
Branchensuche schafft auf der Internetseite Überblick über das gewerbliche Angebot der
Marktgemeinde.
„Unternehmer brauchen eine Interessenvertretung“ sagt Vorstand Udo Vonderlinden über die
Motivation, das Projekt voranzutreiben: „Staffelläufer kommen schneller ans Ziel als
Einzelkämpfer.“ Zudem stehe einiges bevor, was die Gemüter der ansässigen Selbständigen
bewege: Die Umgehungsstraße, der Abzug der Amerikaner - Giebelstadt steht in den kommenden
Jahren vor einem entscheidenden Strukturwandel. Mit dem geplanten „Arbeitskreis Zukunft“
will sich Projekt Giebelstadt e. V. künftig mit Fragen des Standortmarketings beschäftigen.
Dabei soll ein optimaler Spagat erreicht werden zwischen wirtschaftlicher Attraktivität des
Standorts und Steigerung der Lebensqualität für Giebelstadts Bürger. Auch das menschliche
Miteinander gerät bei Projekt Giebelstadt e. V. nicht ins Hintertreffen. Für den Spätsommer
2005 sind ein Grillfest und ein Schafkopfturnier geplant. „Es ist wichtig, dass die
Unternehmerinnen und Unternehmer am Ort sich kennen“ betont Thomas Zehnder, zweiter
Vorstand von Projekt Giebelstadt e. V..
Giebelstadt mit den Ortsteilen biete das ganze Spektrum des täglichen Bedarfs, so Zehnder
weiter. „Durch die Aktivitäten des Gewerbevereins wollen wir das immer wieder einer breiten
Öffentlichkeit vor Augen führen.“ Politische Unabhängigkeit ist sowohl für Vonderlinden als
auch für Zehnder Grundlage und Philosophie der Vereinigung.
40 Damen und Herren haben bereits den Weg zu Projekt Giebelstadt e. V. gefunden.
Dennoch planen die Verantwortlichen mindestens eine Werbeaktion pro Jahr.
„Jeder muss verstehen, dass unsere ehrenamtliche Arbeit Öffentlichkeitsarbeit für
Giebelstadt und Ortsteile ist und somit allen zugute kommt.“ betont Vonderlinden.
Erst mit einem ordentlichen finanziellen Rückgrat könne man auch etwas bewegen.
Zum Ausblick: Die langfristige Planung sieht eine Wiederholung der Gewerbeschau GIE im Jahre
2006 vor.
Text (uvo/Roscoe):
Antje Roscoe