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23.06.2004 Mainpost | Lokalredaktion Ochsenfurt
GIE 04 - alle hoch zufrieden
Giebelstadt (Roscoe) - "Wir haben alles Ziele erreicht", urteilt Udo Vonderlinden, Vorsitzender des Gewerbevereins Projekt Giebelstadt über die erste GIE - die Gewerbe-, Innovations- und Einzelhandelsschau am Tag danach. Dabei war die Messe nur Mittel zum Zweck, die Unternehmen in Giebelstadt und seinen Ortsteilen zu einen. Dass mit der GIE als professioneller Veranstaltung gleichzeitig ein großer Publikumserfolg gelungen ist, sei ein Zugewinn. Um die 2000 Besucher schätzt der Veranstalter den Erfolg, der in Heller und Pfennig zwar nicht zu bemessen sei, wovon die Unternehmen aber mittelfristig profitieren werden. Projekt Giebelstadt hat grob geschätzt immerhin auch 10.000 bis 13.000 Euro investiert. Die vom Busunternehmen Hammer bereitgestellten Shuttlebusse seien laut Armin Hammer durchschnittlich besetzt gewesen. Am Stand hätten sich aber gerade viele ältere und Gelegenheitsfahrer über den neuen Wabentarif informiert, bei dem es noch viel Verunsicherung und Informationsbedarf gibt. Es habe nur sehr wenige kritische Stimmen gegeben. Alles sei sehr positiv gelaufen. Vonderlindens Einschätzung deckt sich dabei mit den Aussagen der teilnehmenden Gewerbetreibenden, die ihre Manöverkritik am 7. Juli halten werden. "Gut gelaufen" war durchweg zu hören, auch bei Unternehmen mit Messe-Erfahrung, wie GardenTec Landwehr oder Schreinerei Burkard Rhein. "Wenn jeder seine Erfahrungen einbringt, und Eigeninitiative zeigt, dann funktioniert es", so Rhein, der nun hofft, dass auch die anderen Unternehmer mitmachen und zu Projekt Giebelstadt finden. Relativ viele interessierte Besucher und auch fremde Gesichter registrierte Martin Landwehr. Die Funktion von Messen als Treffpunkt sei nicht zu unterschätzen, so seine Erfahrung. Dass man offenbar nicht nur die Besucher mit der Professionalität der GIE beim Aufwand und der Präsentation überraschte, sondern die Kollegen sich gegenseitig, war bei Bernhard Krenkel und Wolfgang Schöpf herauszuhören. Schwimmbadwetter sei seine größte Befürchtung gewesen, so Schöpf, weshalb man sich wohl wegen einer Verlegung auf Frühjahr oder Herbst unterhalten wird. Überrascht habe ihn vor allem, wie lange sich die Besucher in der Mehrzweckhalle aufhielten. Während für ihn im Vordergrund stand zu zeigen, dass man da ist, erklärte Kerstin Blank für ihr Sonnen- und Nagelstudio "sehr viele Termine ausgemacht" zu haben. Mit den Probenägeln habe sie durchweg gut zu tun gehabt und würde deshalb auch wieder mitmachen. Von einzelnen Aufträgen berichtet auch Karin Imhof vom Textilhaus Liebler, die die Werbung gerne noch etwas weiter gestreut sähe, weil man das Haus im näheren Umkreis doch kennt. Messe-Gastronom Fred Scheckenbach sprach von guter Stimmung und gutem Programm. "Wir gehen ja nicht mit Gewinnabsicht hierher. Wenn die Leute, die jetzt da waren, einmal zum Essen ins Restaurant kommen, bin ich hoch zufrieden." Neben Friseur Opus maßgeblich am guten Programm beteiligt, war Sonja Klenk mit ihrem Quelle Shop. Elf Models auszustatten und zu koordinieren bedeutete hier noch etwas mehr des enormen Engagements, als nur den eigenen Messestand zu betreuen. Dennoch, was sie an Resonanz mitbekommen hat, befriedigt. Schau und Messe waren so gelungen, dass sie denkt, sich voraussichtlich wieder in dem Maße einzubringen. "Etwas anders vielleicht", sagt sie. In zwei Jahren soll es wieder eine GIE geben, kündigte Vonderlinden die Planung an. Jährlich mache keinen Sinn, weil ein solcher Kraftakt kaum alle zwölf Monate zu schaffen sei und man dann auch Gefahr laufe, sie schnell als besonderen Event zu verlieren. Bild und Text: Antje Roscoe. |