So richtig stolz kann Giebelstadt sein, auf das was am vergangenen Wochenende als „Schloss-Weihnacht“ (Mainpost) inszeniert wurde. Der beeindruckende Weihnachtsmarkt wäre allerdings ohne das massive Engagement einer Vielzahl ehrenamtlicher Helfer nicht möglich gewesen.

Wer etwas von Standort-Marketing versteht, der weiß, dass die Kernaufgabe darin besteht aus einer Kommune jenes heraus zu modellieren, was wirklich unverwechselbar ist. Dazu muss ein Kollektiv sich der Stärken der eigenen Kommune besinnen und auf das fokussieren, was Identität und Profil verleiht. Und was liegt neben den legendären Geyer-Festspielen näher, als die Inszenierung unseres idyllischen Zobelschlosses. Dieser Aufgabe hatte sich für einen Weihnachtsmarkt der besonderen Art ein emsiges Team um Bürgermeister-Gattin Karin Krämer angenommen. Heraus gekommen ist ein besinnliches Festival, das im Landkreis und darüber hinaus seines Gleichen sucht. Von der liebevollen Gestaltung des fränkischen Kulturguts Zobelschloss angefangen. Über den in mühseliger Kleinarbeit frei geräumten, begehbar gemachten und mit Holzverschnitt aufgeschütteten weihnachtlich-knisternden Schlossgarten. Bis hin zu den Hundertschaften von Kerzen am und im Schloss zur Beleuchtung, der aktiven Bläserkappele und dem würdig schreitenden Nikolaus mit seinen Engelchen als Begleitung – es wurde einfach an alles gedacht, eine weihnachtlich-einzigartige Atmosphäre zu schaffen. Alleine die Elektrik, die von Robert Popp auf die Beine gestellt wurde, ist eine ehrenamtliche Glanzleistung.

Angesichts der Klasse dieses Events    sollte man sich überlegen, ob man nicht einen Planungsstab installiert, der dieses Event der Sonderklasse künftig federführend in die Hand nimmt. Damit hat Giebelstadt „Kante“ gezeigt und neben den Geyer-Spielen einen weiteren Fixpunkt geliefert der weit über die Würzburger Landkreis-Grenzen hinaus für Renomme sorgen kann. Und das schrieb die Mainpost heute…